Zwischen Klischee und Kompetenz: Warum man mir meinen Abschluss oft nicht glaubt
„Du bist Diplominformatikerin? Wirklich?“
Diesen Satz, habe ich nicht nur einmal gehört. Meist folgt darauf ein kurzer, irritierter, mitleidiger, oder sogar überheblicher Blick – als würde mein Gegenüber innerlich schnell abgleichen, ob das Bild passt. Und oft passt es offenbar nicht.
Denn ich bin nicht das, was viele sich unter einer Informatikerin vorstellen. Deshalb hier: der Beweis
Ich bin eine Frau, die gerne kreativ ist. Die chaotisch ist und gerne liest. Die vielleicht nicht dem klassischen Bild der „Tech-Nerds“ entspricht.
Und ja, ich bin auch nicht mehr Anfang zwanzig und war immer deutlich übergewichtig.
All das scheint für manche Menschen schwer mit meinem Beruf und meiner Kompetenz vereinbar zu sein.
Was mich daran irritiert, ist weniger die Überraschung – sondern die Selbstverständlichkeit, mit der mir die Kompetenz abgesprochen wird.
Es ist, als gäbe es immer noch ein sehr enges Bild davon, wer in die Informatik „passt“. Ein Bild, das wenig Raum lässt für Vielfalt. Für unterschiedliche Lebenswege. Für Menschen, die nicht in Schubladen denken – oder in ihnen stecken wollen.
Dabei ist Informatik längst kein monolithisches Feld mehr. Es geht nicht nur um Code und Maschinen, sondern auch um Kreativität und Problemlösung. Fähigkeiten, die nichts mit Geschlecht oder Alter zu tun haben.
Und doch begegnen mir diese Vorurteile immer wieder.
Ich nehme das inzwischen mit einer Mischung aus Gelassenheit und Klarheit. Denn mein Wissen, meine Erfahrung und mein Abschluss hängen nicht davon ab, ob sie ins Weltbild anderer passen.
Was ich mir wünsche, ist eigentlich ganz einfach:
Dass wir anfangen, Kompetenz weniger an Äußerlichkeiten zu knüpfen.
Dass wir Menschen nicht danach bewerten, ob sie in ein erwartetes Muster passen, sondern danach, was sie können. Und wer sie sind.
Denn vielleicht liegt genau darin die eigentliche Stärke – in der Vielfalt der Wege, Perspektiven und Persönlichkeiten.
Und vielleicht ist es genau diese Vielfalt, die wir in der Informatik (und darüber hinaus) viel mehr brauchen.
Neue Zertifizierung: ISTQB „Testen mit generativer AI“ bestanden
Es gibt Neuigkeiten: Ich habe die Zertifizierungsprüfung ISTQB „Testen mit generativer AI“ erfolgreich bestanden!
Und ja – ich gebe es zu: Ich war vermutlich ein kleines bisschen übertrainiert. Anders lässt sich mein Ergebnis von 91,3 % kaum erklären. 😄
Was als gezielte Vorbereitung begann, entwickelte sich schnell zu einer intensiven Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten (und Grenzen) von generativer KI im Softwaretesten.
Warum mir diese Zertifizierung wichtig war?
Generative AI verändert aktuell viele Bereiche der Softwareentwicklung – und damit natürlich auch das Testen. Neue Werkzeuge, neue Denkweisen und vor allem neue Fragestellungen entstehen:
Wie lassen sich KI-gestützte Systeme sinnvoll testen?
Wo liegen Risiken?
Und wie kann generative AI uns im Testprozess tatsächlich unterstützen, ohne dabei Qualität oder Kontrolle zu verlieren?
Die Inhalte der Zertifizierung haben genau diese Themen aufgegriffen – von Teststrategien für AI-basierte Systeme bis hin zur praktischen Nutzung generativer Modelle im Testdesign.
Für mich ist das ein weiterer Schritt, mein Know-how im Bereich Qualitätssicherung und moderne Technologien auszubauen – und dieses Wissen in meinen Projekten einzusetzen.
Und auch wenn das Ergebnis zeigt, dass ich vielleicht ein bisschen zu viel gelernt habe: Lieber so als andersherum. 😉
Ich freue mich darauf, die neuen Erkenntnisse in der Praxis anzuwenden – und darauf, zu sehen, wie sich das Thema weiterentwickelt.
Netzwerkkompetenz mit Fundament und Praxisbezug
Meine Kenntnisse im Bereich Netzwerktechnik haben ihren Ursprung in meiner Zeit an der Universität – einer Phase, in der sich grundlegende Technologien rasant weiterentwickelten. Besonders prägend war dabei die Einführung von IPv6, das damals noch als neue und zukunftsweisende Erweiterung des Internetprotokolls galt. Schon früh habe ich mich intensiv mit den Konzepten, Herausforderungen und Chancen dieser Technologie auseinandergesetzt und damit ein solides Fundament für mein heutiges Verständnis moderner Netzwerke gelegt.
Dieses theoretische Wissen konnte ich später in der Praxis gezielt vertiefen und aktualisieren. Im Rahmen eines Testprojekts für Siemens Netzwerke hatte ich die Möglichkeit, reale industrielle Netzwerkumgebungen kennenzulernen und aktiv mitzugestalten. Dabei ging es nicht nur um klassische Netzwerkarchitekturen, sondern auch um spezifische Anforderungen der Industriekommunikation – von Stabilität und Sicherheit bis hin zu deterministischem Verhalten in produktionsnahen Systemen.
Eine besondere Bestätigung meiner Fachkenntnisse stellt das Zertifikat „Siemens Professional for Industrial Networks“ dar. Es bescheinigt nicht nur fundiertes Wissen, sondern auch die Fähigkeit, komplexe Netzwerklösungen im industriellen Kontext zu planen, umzusetzen und zu betreiben.
Heute verbinde ich akademisches Fundament mit praktischer Erfahrung – von den Anfängen moderner IP-Technologien bis hin zu aktuellen industriellen Netzwerklösungen. Diese Kombination ermöglicht es mir, Netzwerke nicht nur zu verstehen sondern auch kompetent zu testen.
"The inner Game of Music" von Barry Green
Nichts liebe ich mehr als den Klang einer handgespielten Harfe. Problem: ich versuche seit Jahren, Harfe zu lernen, habe mir wunderbare Harfen selbst
gebaut und trotzdem habe ich keinen Spaß am Üben und kann immer noch kaum spielen. Vor Allem nicht, wenn andere Menschen es hören könnten. Nun ist mir in einem
offenen Bücherschrank ein Buch in die Hände gefallen: "The inner Game of Music" von Barry Green. Beim Lesen ging mir dann ein Licht auf.
In letzter Zeit begleitet mich das Buch „The Inner Game of Music“ deshalb durch meine Übemomente.
Es überrascht mich, wie viel Tiefe darin steckt. Statt nur über Technik oder Theorie zu sprechen, lädt es mich ein,
mein inneres Erleben beim Musizieren genauer wahrzunehmen: den Fokus, die Selbstzweifel, die kleinen mentalen Spannungen,
die oft mehr blockieren als fehlende Fingerfertigkeit.
Je weiter ich lese, desto mehr merke ich, wie sehr mir die Ideen helfen. Besonders der Gedanke, weniger gegen mich selbst zu arbeiten
und stattdessen mehr zuzuhören – sowohl der Musik als auch mir – verändert langsam meine Art zu üben. Es fühlt sich an, als würde ich
ein Werkzeug bekommen, das nicht nur meine musikalischen Fähigkeiten stärkt, sondern auch meine Gelassenheit.
Ein Buch, das unerwartet viel in Bewegung bringt. Sehr zu empfehlen.
ESP32, 3D Druck und ein neuer E-Book Reader
Als Informatikerin verbringe ich viel Zeit vor dem Bildschirm – aber mein Herz schlägt genauso für Projekte,
bei denen ich selbst Hand anlegen kann. Genau deshalb begeistert mich der 3D-Druck seit Jahren. Er verbindet für mich die Kreativität der
klassischen Bastelwelt mit dem Tüfteln und der Präzision der digitalen Werkzeuge, die ich täglich nutze.
Besonders viel Freude habe ich derzeit daran, einen eigenen E-Reader zu bauen. Die
Bauanleitung stammt von Paul Lagier, der sein Projekt
online detailliert dokumentiert hat. Schon beim ersten Durchsehen der Teileliste und des Designs war klar: Das ist genau die Art Herausforderung,
die mich reizt. Ein Gerät, das man sonst fix und fertig kauft, komplett selbst zusammenzustellen – das ist nicht nur technisch spannend,
sondern fühlt sich auch ein bisschen magisch an.
Der 3D Druck spielt dabei eine zentrale Rolle. Es fasziniert mich jedes Mal aufs Neue, wie aus einer digitalen Datei nach etwas Druckzeit ein
physisches Bauteil entsteht, das passgenau in der Hand liegt. Dazu kommt der typische Bastelspaß: Teile verschrauben, kleine Fehler korrigieren,
Kabel ordentlich verlegen und am Ende den Moment genießen, in dem alles zum ersten Mal funktioniert.
Der 3D-Druck liefert das äußere Gehäuse, aber das eigentliche Verhalten des E-Readers entsteht Zeile für Zeile im Code.
Das macht für mich den Reiz eines solchen Projektes aus: man kann
selbst eingreifen. Gefällt mir ein Logo nicht oder müsste eine Funktion anders sein: die Anleitung von Paul Lagier bietet eine gute Grundlage um selbst
Hand an zulegen, Gehäuse zu verändern oder mit einem sinnvollen Projekt und überschaubarer Eigenleistung einzusteigen in die Mikrocontroller-Programmierung.
Für mich ist dieses Projekt ein schönes Beispiel dafür, wie sich Informatik, Kreativität und handwerkliches Arbeiten ergänzen können.
3D-Druck eröffnet uns die Möglichkeit, Ideen unmittelbar und greifbar umzusetzen – und das macht ungeheuer viel Spaß.
Wenn man dann noch am Ende ein selbstgebautes Gerät in den Händen hält, das man im Alltag nutzt, ist das Gefühl einfach unbezahlbar.
Alte Handarbeiten und die Faszination der Mittelaltermärkte
Zwischen duftendem Holzrauch, dem Klang von Schmiedehämmern und den Farben handgewebter Stoffe
erwacht auf einem Mittelaltermarkt eine besondere Welt zum Leben – eine Welt,
in der alte Handwerkskunst wieder sichtbar und erfahrbar wird.
Für viele Besucher sind diese Märkte weit mehr als nur Unterhaltung:
Sie sind eine Reise in die Vergangenheit und ein Ort,
an dem altes Wissen lebendig bleibt.
Ob Spinnen, Weben, Nähen, Schmieden oder Töpfern – all diese Tätigkeiten erzählen von einer Zeit,
in der jedes Stück mit Geduld, Geschick und Liebe zum Detail entstand.
Gerade heute, in einer immer stärker digitalisierten Welt, strahlt diese Art der Arbeit
eine besondere Ruhe und Authentizität aus.
Wer einmal erlebt hat, wie aus roher Wolle ein feiner Faden oder aus Metall eine kunstvolle
Brosche entsteht, versteht, warum diese Handwerke über Jahrhunderte geschätzt wurden.
Mittelaltermärkte bieten nicht nur Handwerkerinnen und Handwerkern die Möglichkeit,
ihre Kunst zu zeigen, sondern schaffen auch Begegnungen.
Zwischen Marktständen, Musik und Handarbeit teilen die Menschen ihre Leidenschaft
und ihr Wissen – oft in historischen Gewändern und mit einem Lächeln,
das spüren lässt, wie viel Herz darin steckt.
Für mich sind solche Märkte ein Ort der Inspiration.
Sie erinnern daran, dass Kreativität und Handwerk immer eng zusammengehören –
egal, ob mit Nadel, Hammer oder Tastatur.
Alte Handarbeiten sind keine Relikte, sondern Schätze,
die uns zeigen, was aus Geduld, Können und Freude am Tun entstehen kann.
Warum das Wallerfanger Freibad unbedingt erhalten bleiben muss
Es gibt Orte, die sind mehr als nur Gebäude oder Wasserbecken – sie sind ein Stück
lebendige Gemeinschaft. Das Wallerfanger Freibad ist genau so ein Ort.
Generationen von Kindern haben hier schwimmen gelernt, Familien ihre Sommer verbracht,
und Freundschaften sind am Beckenrand entstanden. Solche Erinnerungen lassen sich nicht
einfach ersetzen.
Gerade in Zeiten, in denen viele Freibäder schließen, brauchen wir solche Plätze der
Begegnung mehr denn je. Das Wallerfanger Freibad verbindet Menschen – egal ob jung oder
alt, sportlich oder einfach nur auf der Suche nach Abkühlung. Es ist nicht nur ein Ort
zum Schwimmen, sondern auch ein Ort zum Lachen, Plaudern und Durchatmen.
Wer einmal an einem warmen Sommertag dort war, spürt sofort den besonderen Charme:
das frische Wasser, das Lachen der Kinder, die alten Bäume, die Schatten spenden.
Das Freibad ist schön – und es ist wichtig. Es steht für Lebensqualität,
Heimatgefühl und ein Stück Sommer, das man nicht verlieren darf.
Ein besonderer Dank gilt dem Freibadverein Wallerfangen,
der mit großem Engagement, vielen Ehrenamtsstunden und Herzblut dafür sorgt,
dass das Freibad lebendig bleibt und auch in Zukunft ein Ort der Freude und Begegnung ist.
Das Wallerfanger Freibad zu erhalten bedeutet, Freude zu bewahren – für heute und
für die kommenden Generationen. Damit die Sonne auch morgen noch über dem Wasser glitzert.
Teilnahme an der meccanica feminale in Schwenningen
Ich hatte die Gelegenheit, an der meccanica feminale in
Schwenningen teilzunehmen. Diese Veranstaltung richtet sich an Frauen
in technischen und naturwissenschaftlichen Bereichen und bietet
spannende Workshops sowie Möglichkeiten zum Austausch mit anderen
Teilnehmerinnen.
Während der Veranstaltung habe ich an zwei sehr interessanten Kursen
teilgenommen:
- Drohnenbau – In diesem Kurs ging es um die technischen
Grundlagen von Drohnen, ihre Programmierung und Flugtests sowie Steuerung und praktische Aspekte der
Konstruktion und Funktionsweise.
- Cybersecurity – Hier standen Themen rund um
IT-Sicherheit, mögliche Sicherheitsrisiken und Strategien zum Schutz
von Systemen und Daten im Mittelpunkt.
Die Kurse waren eine spannende Ergänzung zu meiner Arbeit in der
Informatik. Besonders interessant war es, neue technische Bereiche
kennenzulernen und gleichzeitig Erfahrungen mit anderen Teilnehmerinnen
aus verschiedenen technischen Disziplinen auszutauschen.
Die Teilnahme an der meccanica feminale war eine sehr bereichernde
Erfahrung und hat erneut gezeigt, wie vielfältig und spannend
technische Themen sein können.
Meine ISTQB-Zertifizierungen im Softwaretesting
Im Bereich Softwaretesting ist kontinuierliche Weiterbildung sehr wichtig.
Um meine Kenntnisse im Bereich Qualitätssicherung und Testmethoden zu
vertiefen, habe ich mehrere Zertifizierungen des
ISTQB (International Software Testing Qualifications Board)
erworben.
Diese Zertifizierungen decken unterschiedliche Bereiche des modernen
Softwaretestings ab:
Als Ergänzung habe ich auch eine Linux Zertifizierung des LPI (Linux Professional Institute):
die LPI Linux Essentials und eine Zertifizierung zum Siemens Certified Professional for Industrial Networks (Siemens CPIN).
Die Zertifizierungen unterstützen mich dabei, Tests strukturiert zu
planen, Teststrategien zu entwickeln und moderne Testmethoden
anzuwenden. Besonders spannend finde ich die Verbindung von
klassischem Softwaretesting mit Testautomatisierung und
neuen Technologien wie künstlicher Intelligenz.
Durch diese Kombination aus fundiertem Wissen, praktischer Erfahrung
und kontinuierlicher Weiterbildung kann ich Softwarequalität
systematisch analysieren und verbessern.
Warum Informatiker die Arche unterstützen sollten
Die Arche Kinderprojekte e.V. engagieren sich in ganz Deutschland dafür,
dass Kinder unabhängig von Herkunft und sozialem Hintergrund Chancen auf Bildung,
Geborgenheit und Teilhabe bekommen. In den Einrichtungen der
Kinderprojekt die Arche e.V.
werden täglich warme Mahlzeiten ausgegeben, Hausaufgabenhilfe angeboten und Kinder
von engagierten Pädagoginnen, Ehrenamtlichen und Spendern begleitet.
Gerade Informatikerinnen und Informatiker können hier viel bewirken –
nicht nur finanziell, sondern mit ihrem Know-how. Viele Arche-Standorte arbeiten
mit begrenzten technischen Ressourcen. Wer Erfahrung mit
Datenbanken, IT-Sicherheit, Netzwerken oder digitaler Kommunikation hat,
kann helfen, Abläufe zu vereinfachen, Spendenprojekte effizienter zu steuern
oder Bildungsangebote digital zu erweitern.
Freiwillige aus der IT könnten unterrichten, Geräte
einrichten, Systeme pflegen oder Tools zur Spenderverwaltung optimieren –
ein enorm wirkungsvoller Beitrag zu mehr Chancengleichheit.
Denn digitale Kompetenz ist heute genauso wichtig wie Lesen, Schreiben und Rechnen.
Wer sie vermittelt oder strukturell unterstützt, hilft, Kindern die Tür in eine
selbstbestimmte Zukunft zu öffnen.
Der einsame Drache – Eine Geschichte über Freundschaft, Mut und das Anderssein
Manchmal braucht es nur eine kleine Begegnung, um die Welt eines anderen heller zu machen – und genau davon erzählt mein Kinderbuch „Der einsame Drache“.
In dieser Geschichte, mit Bildern des preisgekrönten Illustrators Xavier Zabala, lernen Kinder (und Erwachsene!) einen Drachen kennen, der anders ist als die anderen. Während seine Artgenossen Feuer spucken und wild durch die Lüfte toben, zieht er sich lieber in seine Höhle zurück. Er fühlt sich fremd und allein – bis eines Tages etwas passiert, das alles verändert.

„Der einsame Drache“ handelt vom Mut, sich selbst treu zu bleiben, und davon, dass wahre Freundschaft oft dort entsteht, wo man sie am wenigsten erwartet. Die Geschichte lädt Kinder ein, über Themen wie Einzigartigkeit, Akzeptanz und Mitgefühl nachzudenken – auf eine Weise, die warmherzig, poetisch und leicht verständlich ist.
Das Buch eignet sich wunderbar zum Vorlesen ab 4 Jahren und zum Selbstlesen für Grundschulkinder. Die sanfte Erzählweise schafft eine Atmosphäre, in der sich kleine Leserinnen und Leser geborgen fühlen – und vielleicht erkennen sie sich in dem Drachen selbst ein bisschen wieder.
Ich habe dieses Buch geschrieben, weil ich glaube, dass jedes Kind wissen sollte:
- Du bist gut, so wie du bist – und irgendwann findet dich jemand, der genau das sieht.
Kreativität im Softwaretesting – warum sie wichtiger ist als man denkt
Wenn man an Softwaretesting denkt, stellen sich viele Menschen eine
rein technische und sehr strukturierte Tätigkeit vor. Tatsächlich
spielen methodisches Vorgehen, genaue Analyse und systematisches
Arbeiten eine große Rolle. Gleichzeitig ist jedoch eine Eigenschaft
besonders wichtig, die oft unterschätzt wird: Kreativität.
Als Diplominformatikerin und Software-Testerin erlebe ich in meiner
Arbeit immer wieder, dass kreative Ideen entscheidend sein können,
um Fehler zu finden oder neue Teststrategien zu entwickeln.
Software verhält sich nicht immer exakt so, wie es ursprünglich
gedacht war – und genau hier beginnt die spannende Arbeit des Testens.
Neue Blickwinkel finden
Ein guter Test besteht nicht nur darin, die vorgesehenen Funktionen
einer Anwendung Schritt für Schritt zu überprüfen. Oft geht es darum,
sich zu fragen:
- Was passiert, wenn ein Benutzer etwas völlig Unerwartetes macht?
- Welche ungewöhnlichen Eingaben könnten Probleme verursachen?
- Wie reagiert das System unter extremen Bedingungen?
Solche Fragen entstehen häufig aus einem kreativen Blick auf das
System. Man versucht bewusst, gewohnte Denkweisen zu verlassen und
die Software aus neuen Perspektiven zu betrachten.
Kreativität in der Testautomatisierung
Auch in der Testautomatisierung spielt Kreativität eine
wichtige Rolle. Automatisierte Tests müssen sinnvoll strukturiert,
erweiterbar und wartbar sein. Das bedeutet, dass Testskripte nicht
einfach nur programmiert werden – sie müssen auch intelligent
konzipiert werden.
Hier entstehen oft kreative Lösungen, um:
- komplexe Testabläufe zu vereinfachen
- wiederverwendbare Testmodule zu entwickeln
- Testdaten effizient zu generieren
- automatische Prüfmechanismen zu verbessern
Technik und Kreativität gehören zusammen
In der Informatik wird Kreativität manchmal unterschätzt. Dabei ist
sie ein wichtiger Bestandteil guter Softwareentwicklung und
Qualitätssicherung. Analytisches Denken und kreative Ideen ergänzen
sich – gerade beim Testen komplexer Systeme.
Für mich macht genau diese Kombination den Reiz meiner Arbeit aus:
technische Präzision, analytisches Denken und kreative
Problemlösung. Sie helfen dabei, Software robuster,
zuverlässiger und besser zu machen.
Mein Weg in die IT – Von der Diplomarbeit zu sicheren Netzwerken
Schon während meines Studiums hat mich alles rund um Netzwerke und IT-Sicherheit begeistert.
In meiner Diplomarbeit beschäftigte ich mich intensiv mit dem Thema
Secure Sockets Layer (SSL) – also mit der sicheren Datenübertragung im Internet.
Zu einer Zeit, in der verschlüsselte Kommunikation noch lange nicht selbstverständlich war,
faszinierte mich die Idee, wie Technik Vertrauen schaffen kann.
Mein Schwerpunkt lag im Netzwerkbereich: der praktischen Umsetzung von
Sicherheitsprotokollen, dem Aufbau stabiler Verbindungen und der Frage,
wie Systeme effektiv vor unbefugtem Zugriff geschützt werden können.
Dieses technische Fundament prägt bis heute meinen Blick auf digitale Prozesse.
Musik als kreative Inspiration
Neben meiner Arbeit in der Informatik spielt auch Musik eine
wichtige Rolle in meinem Leben. Ich singe sehr gerne und habe viel
Freude daran, meine Stimme kreativ einzusetzen.
Seit einiger Zeit lerne ich außerdem Ukulele.
Dieses kleine Instrument macht großen Spaß und eignet sich
hervorragend, um Lieder zu begleiten und musikalische Ideen
auszuprobieren.
Musik ist für mich eine schöne Möglichkeit, Kreativität
auszudrücken und einen Ausgleich zur analytischen Arbeit
im Bereich Softwaretesting zu finden.
Gerade diese Kombination aus Technik und Kreativität macht
für mich einen abwechslungsreichen und inspirierenden Alltag aus.
Kreativer Ausgleich: Schmuckmachen als Moment der Ruhe

In meinem Alltag, der oft von Technik, Lernen und neuen Herausforderungen geprägt ist, ist es mir wichtig, auch einen kreativen Ausgleich zu haben. Eine Tätigkeit, die mir dabei besonders viel Freude bereitet, ist das Schmuckmachen.
Beim Gestalten von Ringen oder Ohrringen kann ich meiner Kreativität freien Lauf lassen. Farben, Formen und Materialien zu kombinieren macht nicht nur Spaß, sondern fordert auch die eigene Vorstellungskraft heraus. Gleichzeitig hat das Arbeiten mit kleinen Perlen und feinen Details etwas sehr Beruhigendes. Man konzentriert sich auf den Moment, lässt den Stress des Tages hinter sich und kann einfach abschalten.
Schmuck selbst herzustellen hat außerdem etwas sehr Persönliches. Jedes Stück ist ein kleines Unikat, in das Zeit, Geduld und Kreativität fließen. Genau das macht diesen Ausgleich für mich so besonders – er verbindet kreatives Arbeiten mit Entspannung und bringt ein Stück Ruhe in den Alltag.
Schwimmen als Ausgleich zur Arbeit
Neben meiner Arbeit als Software-Testerin ist mir ein guter
körperlicher Ausgleich sehr wichtig. Deshalb gehe ich regelmäßig
schwimmen.
Schwimmen ist für mich eine ideale Möglichkeit, nach einem
konzentrierten Arbeitstag abzuschalten. Die Bewegung im Wasser
hilft dabei, den Kopf frei zu bekommen und neue Energie zu tanken.
Gerade in einem Beruf, der viel analytisches Denken und
Aufmerksamkeit erfordert, ist es wichtig, auch körperlich aktiv
zu bleiben. Sport schafft einen guten Ausgleich und unterstützt
Konzentration und Wohlbefinden.
Für mich gehört Schwimmen daher fest zu einem ausgewogenen
Alltag zwischen Informatik, Softwaretesting und kreativen Ideen.
Yoiken – eine Stimme, die aus der Natur kommt
Manchmal gibt es Klänge, die mehr sind als Musik. Klänge, die nicht einfach gesungen werden, sondern entstehen – aus Erinnerungen, aus Landschaften, aus einem Gefühl heraus. Genau so habe ich das Yoiken erlebt.
Das Yoik (oder Joik) ist eine traditionelle Gesangsform der Sámi, der indigenen Bevölkerung im Norden Europas. Was mich daran sofort fasziniert hat: Beim Yoiken geht es nicht darum, über etwas zu singen – man ist das, was man yoikt. Ein Mensch, ein Tier, ein Ort oder eine Stimmung wird nicht beschrieben, sondern klanglich zum Leben erweckt.
Als ich das zum ersten Mal gehört habe, hatte ich das Gefühl, dass diese Musik direkt unter die Oberfläche geht. Keine komplizierten Texte, keine großen Inszenierungen – nur Stimme, Wiederholung, Präsenz. Es wirkt fast meditativ, gleichzeitig aber auch unglaublich kraftvoll.
Je mehr ich darüber lese und höre, desto stärker wird mein Wunsch, das selbst auszuprobieren. Nicht perfekt, nicht „richtig“ im klassischen Sinne, sondern ehrlich. Ich möchte verstehen, wie es sich anfühlt, einen Ort oder eine Erinnerung zu yoiken. Wie es ist, die eigene Stimme nicht nur als Werkzeug, sondern als Verbindung zu nutzen.
Deshalb habe ich beschlossen, einen Kurs im Yoiken zu besuchen.
Ich bin gespannt, wie es sein wird. Vielleicht wird es ungewohnt sein, vielleicht auch herausfordernd – aber genau das reizt mich. Etwas Neues zu lernen, das so weit weg ist von dem, was wir normalerweise als „Singen“ kennen, fühlt sich wie ein kleiner Perspektivwechsel an.
Und wer weiß – vielleicht entdecke ich dabei nicht nur eine neue Art zu singen, sondern auch eine neue Art, wahrzunehmen.
Ich halte euch auf dem Laufenden.
Zwei gesellige Nachmittage mit Strohhüten bei der Frau Luna Hutmanufaktur
Ich bin ein Dickkopf. Hutgröße 64. Guter Kopfumfang, damit auch ordentlich was reinpasst. In der Größe gibt es keine Hüte für Frauen und auch nicht für Männer.
(Keine Wertung) Nun mag ich Hüte und besonders im Sommer
sind sie für mich als Sonnenschutz ohnehin fast unverzichtbar. Also muss was Eigenes her: eine Spezialanfertigung.
Letztes Jahr (die Zeit vergeht) habe ich also einen besonderen Kurs bei der Frau Luna Hutmanufaktur besucht: das Anfertigen von Strohhüten.
In geselliger Kursatmosphäre lernten wir Schritt für Schritt, wie ein individueller Hut entsteht, fast geeignet für Ascot, aber weil er für mich ist,
weniger elegant dafür mit mehr Blumen. Das Selbermachen war allein schon ein Erlebnis:
vom Formen der Rohlinge über das Dämpfen bis hin zum finalen Finishing – jeder Handgriff hatte etwas Meditatives.
Besonders beeindruckend war, wie viel Wissen und Geduld hinter einem so alltäglich wirkenden Accessoire steckt.
Mit klaren Erklärungen führte uns die Kursleiterin durch alle Arbeitsschritte und gab persönliche Tipps aus ihrer langjährigen Erfahrung weiter.
Am Ende hielt ich nicht nur meinen eigenen Strohhut in den Händen, sondern auch ein neues Verständnis für echtes Handwerk.
Ein Kurs, den ich jederzeit wieder besuchen würde.
In der Klangwerkstatt habe ich zum ersten Mal erlebt, wie Musik nicht nur gespielt, sondern wirklich gebaut wird. Es ist ein Ort, an dem Holz,
Werkzeug und Menschen gleichermaßen zur Ruhe kommen. Zwischen vertrautem Duft von frisch geschliffenem Holz und dem Arbeiten an
der Werkbank entsteht eine Atmosphäre, in der man ganz in den Prozess eintaucht.
Der Harfenbaukurs hat mich von Anfang an fasziniert. Zu sehen, wie aus einem unscheinbaren Stück Holz Schritt für Schritt ein Resonanzkörper
wird, den man später selbst in den Armen hält, ist ein eigenartiges und tief berührendes Gefühl. Ich erinnere mich an den Moment, als meine erste
Harfe Formen annahm: die Spannung beim Einpassen der Wirbel, die zeitweise Verzweiflung beim Ausrichten der Saiten, und schließlich der Augenblick,
in dem zum ersten Mal ein klarer Ton erklang. Es war, als würde das Instrument antworten – auf all die Stunden, die man hineingesteckt hat.
Ein wirklich magischer Moment.
Was die Kurse so einzigartig macht, ist aber nicht nur das Handwerk, sondern auch die Gemeinschaft. Man arbeitet nebeneinander, stellt Fragen,
teilt kleine Erfolge und lacht darüber, wenn etwas nicht gleich klappt. Irgendjemand spielt zwischendurch eine fertige Harfe aus einem früheren
Baukurs. Und irgendwann merkt man: Man baut nicht nur ein Instrument, man baut
eine Verbindung – zu den Materialien, zu den Menschen und zu sich selbst.
Am Ende hält man seine eigene Harfe in den Händen. Jede Kerbe, jede Rundung kennt man aus nächster Nähe. Und mit dem ersten selbst gespielten
Ton wird klar, dass man nicht nur ein Instrument geschaffen hat, sondern auch ein Stück ganz persönlicher Geschichte.